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Viele antike Autoren haben sich - wenigstens teilweise - mit den Germanen beschäftigt. Im Folgenden eine Aufstellung der wichtigsten dieser Quellen und kurze Anmerkungen, was darin jeweils u. a. interessantes über die Germanen und ihren Glauben zu lesen ist.
Strabo (63 v. u. Zt. bis 19 u. Zt.), Geographia (ca. 18 u. Zt.); (enthält u. a. einen Bericht über die Opferfrauen der Cimbern);
Caius Julius Cæsar (gest. 44 v. u. Zt.), De Bello Gallico (51/52 v. u. Zt.); (erwähnt die Druidenausbildung und Stellung, germanische Götter, Losen und Losorakel der Frauen);
Velleius Paterculus (schrieb um 30 u. Zt.), Historia Romana; (beschreibt die Vision der Götter durch einen weisen Alten);
Plutarch (ca. 46 bis 120 u. Zt.), Vita Caesaris; Vita Marii (um 100); (nennt den Schwur der Cimbern auf einen heiligen ehernen Stier, erwähnt Weissagungen aus dem Wasser und den Mond als Zeitpunkt);
Cornelius Tacitus (ca. 55 bis 120), Germania (nach 98); Agricola (98); Annales; Historiae (nach 96); (die Germania beschreibt ausführlich germanisches Leben, Glaube und Sitten, die anderen Werke erwähnen verschiedene Götter und Haine, z. B. Tamfana, Feldzeichen, die Seherin Veleda, das Sonnengebet des Boiocalus usw.);
Sueton (75 bis 140), Vitae Caesarum (um 120); (erwähnt einen germanischen Weissager, der aus dem Blitz weissagt);
Julius Frontinus (gest. um 103), Strategemata (zw. 84 und 96); (belegt das germ. Gesetz, bei abnehmendem Monde nicht zu kämpfen);
Florus (ca. 80 bis 140), Epitome (um 120); (beschreibt, daß Germanen Römer ans Kreuz geschlagen hatten);
Appianus (geb. ca. 120), Historia Romana (vor 165); (enthält eine Belegstelle für den Wiedergeburtsglauben der Germanen);
Cassius Dio (um 200), Historia Romana (um 230); (erwähnt die Seherin Ganna und eine andere Wahrsagerin);
Ammianus Marcellinus (geb. um 330), Libri rerum gestarum (um 394) ; (nennt den Oberpriester der Burgunden, die Absetzung des Königs bei Mißernten, Schwüre auf die heilig gehaltenen Schwerter);
Paulus Orosius (gest. um 420), Historia adversus paganos (um 415); (erzählt vom Aufhängen der Feinde und vom Opfern des Beutegoldes im Fluß);
Augustinus, De civitate Dei (um 420); (tägliche Götteropfer des Goten Radagais als Grund für seine Unbesiegbarkeit);
Apollinaris Sidonius (geb. um 430, gest. um 480); (Losen um Kriegsgefangene, Kreuzigungen, Opfer und Gelübde);
Sozomenos (um 400), Historia ecclesiastica (nach 439); (erwähnt einen Wagen mit Götterbild, der in einem Kultumzug herumgefahren wurde);
Procop (gest. um 560), De Bello Gothico (um 550); (nennt Ares den größten gotischen Gott, erwähnt Aufhängen der Feinde, Vogelstimmendeutung , Freitod der Alten und Selbsttötung der Witwe bei den Herulern);
Agathias (geb. 536), Historien; (beschreibt Opfer an Bäume, Flüsse, Berge und Täler).
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