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GGG

Germanische Glaubens-Germeinschaft

Welcome to the Germanische Glaubens-Gemeinschaft website.

The Germanische Glaubens-Gemeinschaft was founded by Ludwig fahrenkrog in 1907.
The use of the name in a way which suggests that the Germanische Glaubens-Gemeinschaft endorses, recommends or is associated with any other groups, parties or individuals is not permitted. If necessary, steps will be taken to ensure compliance.

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Das Bekenntnis



In einem Brief an Otto Sigfrid Reuter vom 12. 2. 1912 hatte Ludwig Fahrenkrog für die junge „Deutsch-religiöse Gemeinschaft" (die sich 1913 in „Germanische Glaubens-Gemeinschaft" umnannte) sechs Glaubenssätze vorgeschlagen:
>Es handelt sich nur darum, die einfachsten, notwendigen Sätze zu finden, woraufhin man sich eint. Gewissermaßen Glaubensbekenntnis - doch darf kein erstarrendes Dogma drin sein. Ich habe versucht, 6 Sätze zu finden. Viel brauchen wir nicht. Sie müssen aber an sich unbestreitbar wenigstens für den Intelligenten sein. Hier sind sie:
1). Ich bin körperlich und geistig ein Teil des Weltalls,
2). Ich bin auch der andere (folgt aus 1.),
3). Ich habe die Wahrheit zu suchen, anzuerkennen und zu fördern (gewährleistet den Fortschritt),
4). Die natürliche Grundlage meines Wesens sind meine (deutschen) Väter,
5). Ich bin Gegenwart (diese habe ich zu erfüllen),
6). Die natürliche Fortsetzung meines Wesens sind meine Kinder<.

Für die Tagung unserer Gemeinschaft am Hermannstein bei Bad Wildungen, 1912, schlug Fahrenkrog vor:
>1. Ich bin. Ich achte mich und suche meinen Weg zur Wahrheit. Ich bin ein Teil des Alls. D. i. alle Erkenntnis beginnt im Ich. Ich bin das Sein. Gott suchen - die und meine Wahrheit suchen, und meinen Weg dahin gehen, ist der religiöse Wille.
2. Du bist. Du bist nichts anderes als ich; denn alles Leben entstammt gemeinsamer Urquelle. Du bist Gegensatz und rgänzung. Ich und Umwelt. Ich und Du. Du bist das Außer-Mir. Zunächst Zustand der Erkenntnis des Tiermenschen. Erst wenn ich den Andern als derselben Urquelle entstammt erkenne, komme ich aus dem Gegensatz, der Kampfstellung zur Gemeinsamkeit, zur religiösen Du-tellung und Betätigung.
3. Es ist. Das All ist in mir und ich bin im All. D. i. sage ich: Ich bin Du, so bin ich auch das All. D. i. ich bin nicht nur ein Du. Alle Dinge sind derselben Urquelle entstammt. Es ist kein Unterschied zwischen Gott - All - oder Menschenseele. Der Mensch ist ein Teil des Ganzen - eine Besonderheit. Und doch Gott.
Wem diese drei Ursätze nicht selbstverständlich sind, der ist nicht eigentlich religiös.b Es sind Hinweise auf Ursächlichkeiten. Glasube oder Dogma kommt dabei nicht in Betracht.<
Auf diese oder ähnliche Sätze konnte man sich damals nicht einigen, so daß es zur Abspaltung der heutigen „Deutschgläubigen Gemeinschaft" kam.

Fahrenkrog hatte schon 1906 in „Geschichte meines Glaubens" (Halle a. d. Saale), 1907/08 in den drei „Germanentempel"-Aufsätzen (in der Zeitschrift „Der Volkserzieher") und im Drama „Baldur" (1908) die Hauptsätze der GGG gefunden:
>Gott in uns -
Das Gesetz in uns -
Erlösung durch uns-Selbsterlösung<
Sowie den weiteren Satz:
>Deine Tat bist Du<.
Später änderte Fahrenkrog den 3. Satz etwas ab, da die Erlösung eigentlich christlich ist: >Die Erfüllung durch uns<.
Diese Hauptsätze standen auch unter dem Titelkopf jeder Ausgabe des „Germanen-Glaube".

In Fahrenkrogs Werk „Das Deutsche Buch" (Berlin 1921) ist das bis heute aktuelle Bekenntnis der Germanischen Glaubens-Gemeinschaft enthalten, das aus 10 Sätzen besteht. Gegenüber der Altfassung ist lediglich 1992 der Begriff „Allgeist" durch „Kräfte des Alls" oder „Götter" ersetzt. Es sei dabei aber angemerkt, daß daß die GGG von ihren Mitgliedern nicht verlangt, sich zu diesen Sätzen zu bekennen: Glaubenszwänge (Dogmen) lehen wir ab. Heute kann uns unser GGG-Bekenntnis aber dennoch Anregung zum Nachdenken über den Sinn allen Daseins und unsere eigene Stellung im Kosmos sein:

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