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Germanische Glaubens-Germeinschaft

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Nikolaus - ein heidnischer Gott (2 of 5)



>Einstmals waren Leut auf dem Meer auf einem Schiff, do wart ein solich grosses Ungewitter, das sich dieselben Leut ihres Leibes und Lebens verwegen hätten. Do ruften sie allgemeinlichen St. Nikolaus, du Gottes Diener, wir bittent dich sei wahr, was man von dir sagt, so laß uns befinden deine Hilfe und hilf uns aus dieser Not. Zu derselben Stunden erschien ihnen ein Mann, der war St. Nikolaus gar gleich, und sprach: "Was wöllet ihr, ich bin hier" und half ihnen mit den Rudern und Seilen und schiere ward das Meer gestillet. Do wurden sie gar froh und dankten Gott und St. Nikolaus der Gnaden.<

 

Hier finden wir Nikolaus als Stiller des Meeres. Aber diese Legende wurde auch vielfach (bei der Übernahme in den westlichen Kulturkreis) umgestaltet. In einer Version rettet Nikolaus im Jahre 1066 den Normannenführer Wilhelm aus einem Seesturm als dieser sich gerade auf dem Weg nach England befindet, um es zu erobern. Im dem Lied „St. Nikolaus du lieber Herr" (12. Jh.) wird Nikolaus so angerufen (Str. 3):

 

>Durch deine Stärke bringest du,
O Heiliger, Land und See zur Ruh.<


Hier fällt uns Heiden wiederum eine parallele Geschichte aus der Edda ein. Im Lied Reginsmál II (16) lesen wir:

>König Hialprek gab dem Sigurðr Schiffsvolk zur Vaterrache. Da traf sie ein gewaltiges Unwetter, also daß sie vor einem Vorgebirge kreuzen mußten. Ein Mann stand auf dem Berge und sprach (...):


Hnikarr hieß man mich, wenn ich Huginn erfreute,
Junger Völsung, auf der Valstatt.
Nun magst du mich nennen den Mann vom Berge
Fengr und Fiölnir; Fahrt verlang ich.


Da legten sie ans Land; der Mann ging aufs Schiff, da legte sich das Wetter.<


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