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Germanische Glaubens-Germeinschaft

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Nikolaus - ein heidnischer Gott (1 of 5)



Von Allsherjargode Géza von Neményi


Der bekannte Heilige Nikolaus hat zwei historische Vorbilder: Der in der 1. Hälfte des 4. Jh. lebende Bischof von Myra in Anatolien (heute Cale in der Türkei), der zu Patera in Lycien geboren sein soll und der sich als Bekämpfer der Arianer auf dem Concil zu Nicäa 325 hervortat, sowie den Klostergründer und Bischof von Pinara, Nikolaus Sionitis, der im 6. Jh. lebte.

Daß sich hinter dem „braven" Heiligen ein heidnischer Gott verbirgt, ergibt sich aus den Legenden um St. Nikolaus. Historisch verbürgt (durch den Chronist Jean Darcie) ist, daß Herzog Rene von Lothringen am 5. 1. 1477 eine Nikolausmesse lesen ließ, bevor er in die Schlacht gegen die Burgunder zog. Die Bürger von Nancy ließen eine Nikolausfigur in der Schlacht vorantragen. So wurde Nikolaus („Volkssieger") der Patron Lothringens und einer der berühmtesten Heiligen des Mittelalters, obwohl er nicht biblisch ist.


Seine Verehrung (ab dem 6. Jh.) ging dabei ursprünglich von der Ostkirche aus. Im 9. Jh. wurde der Gedenktag des Heiligen auf den 6. Julmond gelegt, am 18. Julmond (12 Tage später) ist der St. Barbaratag. Es handelt sich um eine Verschiebung des Julfestes (25. 12 bis 6. 1.).


Hinter dem Namen des Heiligen stehen die Beinamen Óðins, „(H)Nikarr" und „(H)Nikuðr", wie sie Gylfaginning der jüngeren Edda, Kap. 3 überliefert. Man übersetzt die Namen mit „Flutgeist" (im übertragenden Sinne: „Aufhetzer, Stoßer"). Althochdeutsch „nicchus" ist ein Wassergeist, der heute „Nix" (weibl. „Nixe") genannt wird. Aus dem Schwedischen „näck" ist unser „Nöck" geworden. Alle Begriffe gehen auf indogerm. „*neigu", d. i. „Waschen" zurück. Diese Bedeutung des Namens finden wir in den griechischen Nikolausviten und -legenden, von denen zahlreiche erhalten sind. Danach soll Nikolaus schon als Säugling bei seinem ersten Bad aufrecht und mit gefalteten Händen im Badezuber gestanden haben, und an den christlichen Fasttagen Mittwoch und Freitag nur ein Mal an der Brust gesäugt haben. Seine Verbindung mit dem Wasser wird auch dadurch deutlich, daß viele Nikolaikirchen in Küstennähe und an Gewässern erbaut wurden. Nikolaus wird von Seefahrern, Flößern, Fischern, Brückenbauern sowie Reisenden zu Wasser und zu Lande als Schutzpatron angerufen. Das wird durch die ursprünglich griechische Legende unterstützt:


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