Gut, so gesehen wäre das möglich. Der DV wird sich, wenn er sich einmal gegründet hat, sicher auch mit seiner eigenen Präsenz beschäftigen müssen, z. B. einen Briefkasten oder ein Postfach möglichst in Berlin einrichten, um jederzeit erreichbar zu sein. Jemanden bestimmen, der es regelmäßig leert, jemand bestimmen, der auf einfache Anfragen (über die es im DV nicht verschiedene Meinungen gibt) antwortet. Vielleicht auch eine verkleinerte Auswahl (also von jedem Verein nur 1 Delegierter), die per Telefonrundruf oder Internet in Verbindung stehen und im Namen des DV schnell reagieren können (ohne den ganzen DV deswegen extra zusammenrufen zu müssen).
Daß der DV vielleicht auch einmal eine Broschüre drucken läßt, in der jeder Mitgliedsverein sich auf 2 Seiten selbst darstellt, hatten wir schon irgendwo am Anfang dieses Themas gesagt. Interessenten könnten so die einzelnen Angebote kennenlernen und vergleichen.
Das sind alles Möglichkeiten, Detailfragen, die der DV selbst regeln wird. Wir müssen das nicht schon im Vorfeld einer Gründung machen.
Lichtgruß, Geza
Also irgendwie habe ich so das Gefuehl das ihr irgendwo aneinander vorbeiredet oder aber Konzepte am mischen seid.
Auf der einen Seite ist das Hauptgeruest, bestehend aus den Vereinen und ihren Vertretern die sich einmal im Jahr teffen und sich dann auf die Ziele des DV fuer das jeweilige Jahr einigen.
Die Ausfuerung oder die Arbeit die zu diesem Zeil fuert werden vielleicht ganz andere Leute machen also diejenigen welchen die die Vertretung der einzelnen Vereine machen.
Um da nochmal das IASC als Beispiel zu nehmen, die Vertreter der einzelnen Veriene haben die Grundsaetze fuer dieses Treffen ausgearbeitet, aber die ganzen Kartoffeln haben dann diejenigen gekauft die damit beauftragt waren sich ums Essen zu kuemmern.
Das ist dann die persoenliche Freiwilligenarbeit und da kann es sein das sich aus einem Verein mehr melden als aus anderen, einfach weil ein Verein mehr Mitglieder hat oder mehr Altruisten, was aber dann nicht heisst das der Verein mehr Mitspracherecht oder mehr Einfluss auf den DV hat, weil diese Freiwilligen doch nur die Arbeiten ausfuehren auf die man sich bei der Hauptversammlung demokratisch geeinigt hat. Allerdings sollte man auch da vielleicht auch ab und an mal kontrolliren bevor es alle Tage Salzkartoffeln gibt. XDDDD.
(23-02-2010 02:14 AM)Efeu schrieb: [ -> ]Also irgendwie habe ich so das Gefuehl das ihr irgendwo aneinander vorbeiredet oder aber Konzepte am mischen seid.
Auf jeden Fall - deswegen liegt mir soviel an einem Vorbereitungstreffen, weil sich im persönlichen Gespräch Dinge relativ schnell klären lassen, für die man mit asynchroner Internet-Diskussion gar nicht oder nur mit riesigem Zeitaufwand vorankommt.
Die Aussagen von Geza (im umstrittenen Artikel von 2003), dass es einer Vertretung für das germanische Heidentum in DE bedarf, habe ich damals schon geteilt - seitdem sind fast 7 Jahre an Palaver angefallen. Das Grundproblem sehe ich nicht im "Dass", sondern im "Wie" und "Was".
Das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann ist, dass so ein Projekt völlig in die Hose geht, weil sich die Beteiligten nicht annähernd darüber im Klaren sind, was sie da eigentlich anstoßen. Mit der Seriosität des DV ist seine Effektivität untrennbar verbunden. Ein "Fehlversuch" auf entsprechend breiter öffentlicher Ebene wäre mMn nicht nur peinlich, sondern ein großer Rückschritt für alle. Insofern hängen da auch die Gruppen (und Leute) drin, die sich gar nicht beteiligen. Es handelt sich schon um eine große Verantwortung und keine Spielerei, und ich bin mir nicht sicher, ob das allen bis jetzt Involvierten klar ist...
Gute Nacht,
Haimo
*ähmmm*
habe ich jetzt irgend jemanden verschreckt ?
Nein, nein.
Ich teile Deine Befürchtungen, daß es nicht gut wäre, wenn ein DV scheitert. Aber es wäre auch kein Weltuntergang. Außerdem bitte ich zu bedenken: Die Arbeit in einem DV ist ehrenamtlich, d. h. es machen Mitglieder in ihrer Freizeit, wenn sie Glück haben, ersetzt ihnen ihr Verein die Reisekosten. Also werden wir uns vorerst darauf einstellen müssen, nicht allzuviele Treffen zu veranstalten, um die Leute nicht zu überfordern. Man muß auch akzeptieren, daß man nicht jede Eventualität schon im voraus erkennen und berücksichtigen kann.
Das ist wie mit dem Schwimmenlernen von Kindern: Die eine Methode bringt ihnen jede Bewegung an Land bei, übt dann im flachen Wasser, geht schließlich ins tiefe Wasser. Die andere nimmt die Kleinkinder und wirft sie ins Wasser (unter Beobachtung). Die meisten lernen das Schwimmen dann sofort.
Wahrscheinlich wird das auch der Weg für unsern DV sein, einfach aus organisatorischen Gründen. Die Theorie müssen wir halt dann hier im Forum klären.
Mal anders gefragt: Wie sähe denn ein Scheitern des DV theoretisch aus? Wenn genug Vereine ihre Bereitschaft zum Mitmachen erklärt haben, setzt man einen Termin fest, da kommen dann alle hin. Selbst wenn von einzelnen Vereinen nur 1 Person oder keiner kommt (weil er vielleicht keine Zeit hat), könnten doch die anderen die im Prinzip längst feststehenden Statuten beschließen. Damit wäre der DV gegründet und das kann gar nicht scheitern. Dann werden Projekte besprochen und angegangen. Sicher werden davon die wenigsten auch erfolgreich sein, aber davon hängt das Scheitern des DV nicht ab. Auch wenn der DV in 10 Jahren nicht ein einziges Projekt durchbekommen sollte, wäre er doch nicht gescheitert. Auch eine Partei, die sich immer wieder zur Wahl stellt, aber nie an die Regierung kommt, ist ja nicht gescheitert.
Die Öffentlichkeit wird sehen: Da gibts einen DV. Selbst wenn die Öffentlichkeit auch sieht, daß er nichts durchzusetzen vermochte - das liegt ja nicht in seiner Macht - wird ihm das nicht als Scheitern vorgehalten werden können.
Angenommen, einzelne Vereine treten aus, so wäre das ein normales Kommen und Gehen. Angenommen, fast alle treten aus - dann beschließt der Rest eben die Auflösung des DV. Auch das wird man dem Heidentum nicht irgendwie vorhalten können - auch Konzerne schließen Standpunkte, dennoch werden ihre Produkte gekauft.
Also wie sieht ein Scheitern aus?
Lg., Geza
(21-02-2010 09:31 PM)Geza schrieb: [ -> ]Was die inhaltlichen Dinge betrifft: Uns allen ist klar, daß jeder "seine" Form des Heidentums praktiziert, daß es also Unterschiede gibt. Die sollen im Sinne der Vielfalt bestehen bleiben und müssen nicht thematisiert werden. Welche Bedeutung Snorri hat, kann man nur wissen, wenn man Skandinavistik studiert hat. Und trotzdem reicht das nicht: Daß Snorri niemals Priester geworden ist (was damals bei Leuten seines Standes üblich war, allein schon wegen des Kassierens des Zehnten) habe ich erst von den isländischen Heiden in einer Führung in Snorralaug 1988 erfahren. Sie sind der Meinung, Snorri wäre innerlich voll Heide gewesen.
Ich kann also dieses Thema nicht mit Leuten diskutieren, die das alles nicht wissen und dann vielleicht einen "Kompromiß" anerkennen, der das nicht berücksichtigt.
Hallo zusammen,
@Geza:
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, wieso Du bereits im vornherein zu einem Zeitpunkt, an dem weder die konkrete Konstituierung feststeht geschweige denn bekannt ist wer im Dachverband einen "Posten" im Gremium einnehmen wird, im Sinne eines Generalverdachtes "uns" jegliche Kompetenz absprichst. Auch engagierte Laien können - unter Berücksichtigung der entsprechenden Primar- u. Sekundärliteratur und einem optionalen Lektorat - durchaus kompetente Artikel verfassen. Wir sind ja schließlich keine wissenschaftliche Einrichtung welche auf staatliche Fördertöpfe, Sponsoring aus der Wissenschaft oder ähnliches zurückgreifen kann bzw. richten wir den Fokus nicht auf Skandivanisten, Keltologen und Germanisten sondern auf ganz andere Zielgruppen. So gesehen kann ich Deine negative Pauschalisierung nicht gutheißen.
Zudem möchte ich Dich an dieser Stelle freundlich daran erinnern, dass auch Deine "spezielle" Interpretation der Quellen in Teilen nicht gerade das ist, was man als "konform zur allgemeingültigen Forschungsmeinung" bezeichnen kann.
Wie dem auch sei möchte ich mich an dieser Stelle aus dieser Diskussion (vorerst) verabschieden da ich - wie bereits in meinen Eingangsbeitrag erwähnt - alles andere als ein "Forenmann" (mehr) bin.
Ich bitte an dieser Stelle explizit um eine Einladung wenn ein konkreter Termin feststeht mit Angabe der Anzahl der gewünschten Vertreter da unser Verein - nach wie vor - starkes Interesse an dem Dachverbands-Projekt hat. Erreichen könnt Ihr mich diesbezüglich wie folgt:
E-Post: naudhiz@gmx.info
Schriftverkehr (2. Vorstand von AK Naudhiz e.V.):
Karin Lachawitz
Pettenkoferstraße 14
85084 Reichertshofen
Ich würde mich sehr freuen wenn wir zu gegebener Zeit die hier angeschnittenen vielseitigen Themen im Rahmen von persönlichen Gesprächen vertiefen könnten.
Noch ein Angebot meinerseits:
Unser Verein kann bei Bedarf gerne entsprechende Räumlichkeiten (bzw. für eine zünftige "Thing-Atmosphäre" gerne auch im Freien auf unserem Grundstück) für ein erstes DV-Treffen zur Verfügung stellen. Übernachtungen im hauseigenen "Gruppenschlafraum" wären möglich, direkt nebenan befindet sich zudem ein gutes bayerisches Wirtshaus sowie ein Italiener. Hotels und Gästezimmer sind am Ort ebenso vorhanden. Unser Vereinssitz befindet sich in 85283 Wolnzach (grob zwischen Ingolstadt und München) und besitzt eine eigene Autobahnausfahrt. Anreisen mit dem Zug (ca. 5 km entfernt: Bahnhof Rohrbach a.d.Ilm) könnten problemlos von uns abgeholt werden. Unsere Lage ist - deutschlandweit betrachtet - jedoch ziemlich südlich und nicht gerade das, was man als "zentrale Mitte" bezeichnen könnte. Aber wie gesagt: Unser Angebot im Sinne der germanischen Gastfreundschaft steht...
mit Asatru Gruß,
Ralph aka Modorok.
Hallo an alle,
ich fasse mich zuerst kurz, weil ich nicht gerne um den heißen Brei herum rede: Die Mitgliederversammlung des Wodans Erben e.V. hat sich gegen die (Mit)Gründung dieses Dachverbandes entschieden. Es wurden keine Mitglieder zu Gesprächen, Verhandlungen oder Gründungstreffen delegiert.
Wir halten fest:
- WE e.V. ist an der Gründung und an der Mitgliedschaft eines DV weiterhin interessiert, aber nicht an diesem DV, mit der jetzigen Konstellation, mit dem jetzigen Initiator.
- WE e.V. hält sich offen, zukünftige DV-Ideen zu unterstützen, mit zu initiieren, oder einem eventuellen zukünftigen DV beizutreten. Denn: ein DV wird als sehr sinnvoll erachtet und die Grundidee dieses DV hier ist gut.
Einige Gründe sind Gemeinschaftsinterna des WE e.V. und sollen hier nicht genannt werden, andere Gründe sind ganz schlicht und einfach genau hier in diesem Thema, in der Vergangenheit und nicht zuletzt in der Person Geza selbst zu finden. Einen DV mit der GGG und WE wollen wir nicht und er hat auch keinen Sinn. Zwar ist eine Teilnahme von AKN und VfgH möglich, sie ist aber zu ungewiss (die Streitereien zwischen VfgH und GGG/Geza sind schon älter als es WE überhaupt gibt, werdet Euch erstmal selbst einig). Wir mussten uns also folgende Frage stellen:
Lohnt sich die Energie, von WE und dessen mögliche Delegierte, für dieses Projekt und wie hoch sind die Erfolgsaussichten?
Zwar besteht die minimale Möglichkeit der Teilnahme von AKN und VfgH (alle anderen die zwar zwischenzeitlich von Geza genannt wurden lasse ich außen vor, weil die sich schlicht und einfach nie selbst hier gemeldet haben) und auch die Grundidee mit dem Konzept sind sehr gut, allerdings sind diese Vorteile nicht groß genug um die Bedenken auszuräumen, die wir bezüglich eines DV mit der GGG und Geza haben. Natürlich haben wir die Bedenken hinten angestellt, ansonsten wäre ich nicht hier und ich habe mir die Arbeit hier in diesem Thema auch mit Sicherheit nicht aus langer Weile gemacht, jedoch mussten wir leider feststellen, daß all unsere Bedenken selbst hier in diesem Thema nach und nach bestätigt wurden. Genau dies führte in Abwägung aller Begenheiten zu unserem Beschluß.
Sollte sich widererwarten doch eine größere Zahl als die bis jetzt beteiligten Vereine zu diesem DV einfinden, oder überhaupt erstmal die jetzt Beteiligten ihren Gründungswillen definitiv bekunden, ist WE sofort bereit an den "Verhandlunsgtisch" zurückzukehren. Reine Vorgespräche von Vereinen, ohne überhaupt einen grundsätzlichen Willen dieser zum DV zu haben (so wie es bei WE ist), sind diese Bemühungen nicht wert.
Ein DV nur mit GGG und WE wäre nichts anderes als das, was die GGG und dessen Allsherjargode eh seit Jahren erfolglos versuchen ([Allein]Vertretung und DV), nur dieses mal mit Unterstützung von WE. WE wird diese Unterstützung nicht leisten.
Gruß, Ronny
Ich wundere mich schon sehr: Leute erfinden Legenden, die sie mir unterstellen (Alleinvertretung usw.) und glauben dann auf einmal selbst daran, obwohl sie es doch nur selbst erfunden hatten.
Leute glauben dem, was sie in Unkenntnis der Feinheiten der deutschen Sprache (insbesondere des Konjunktivs) irgendwo hineininterpretieren, und wenn ich klar sage: So ist es nicht! Dann wollen sie das aber partout nicht glauben. Man unterstellt mir also unlautere Absichten und glaubt meiner Richtigstellung nicht.
Wenn man Unterstellungen, "Interpretationen" oder Verleumdungen mehr glaubt, als meinen Aussagen, dann kann ich auch nichts machen.
Das bezieht sich nicht auf Ronny persönlich oder Haimo, das bezieht sich auf alle, die sich hier und anderswo so skeptisch geäußert haben.
Vor allem aber sehe ich den fehlenden Mut, einfach mal einen Weg zu gehen - wenn er sich als falsch erweisen sollte, kann man ihn immer noch jederzeit verlassen.
Was ist der Unterschied:
A: Vier Vereine gründen den DV, ein 5. Verein macht nicht mit. Resultat: Ein DV mit 4 Vereinen.
B: Fünf Vereine gründen den DV - einer verläßt ihn wieder, weil es nicht in seinem Sinne war. Resultat: Ein DV mit 4 Vereinen.
Es ist für die Öffentlichkeit kein Unterschied zwischen einem DV von Möglichkeit A oder B. Aber in Möglichkeit B wurde wenigstens der Versuch gemacht, den DV in eine gutes Fahrwasser zu bringen, mitzuwirken und mitzugestalten, während in A gleich kampflos aufgegeben wurde.
>Dem schlummernden Wolf gelingt selten ein Fang.<
Wer nicht sät und mitarbeitet, der wird auch nicht ernten können.
Wer sät und mitarbeitet, wird vielleicht auch nicht ernten können, wenn es Unwetter gibt. Aber er hatte es versucht und sich diese Chance geschaffen.
Und er erreicht mit seiner Weigerung genau das, was er nicht wollte, nämlich entweder einen von mir dominierten DV, oder keinen DV, so daß ich allein wie bisher die Vertretung des Heidentums mache. Und dann kann ich mich sogar noch darauf berufen, die Vereine zum Mitmachen aufgefordert zu haben und sie lehnten ab. Damit wurde doch indirekt meine Vertretung anerkannt ("wir wollen keine gemeinsame Vertretung" bedeutet auch "es kann so bleiben, wie bisher").
Scheint mir alles nicht sehr ausgegoren zu sein.
@Modorok: Jeder kann und soll das Heidentum interpretieren, wie er will. Aber wenn er Festlegungen auch im Namen der GGG machen will, dann muß er nachweisbar voll qualifiziert sein. Da reicht uns die Aussage, jeder habe ja auch Ahnung und Wissen, nicht aus.
Wir wissen doch beide, wie schlecht es mit dem Wissen bei den meisten Heiden bestellt ist.
Lichtgruß, Geza