Forum für germanisches Altheidentum

Normale Version: Neuer heidnischer Dachverband
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Die Mitglieder des DV könnten doch gefragt werden, wer von ihnen bereit wäre, die Kasse zu übernehmen. Es werden sich dann ein paar Leute melden und von denen wird jemand per Wahl durch alle Mitglieder bestimmt. Wer die meisten Stimmen hat, wird Kassenwart.
Heil euch,

ich bin auf dieses Thema aufmerksam geworden, und habe mir die Beiträge dazu durchgelesen. Ich habe dann beschlossen, dass ich mich mal anmelde, um auch etwas dazu sagen zu können. Ich gehöre keinem Verein an, aber habe natürlich auch einen Standpunkt.

Ein Dachverband ist grundsätzlich eine blendende Idee. Egal von wem diese Idee auch kommt. Ich wünschte, dass dies auch jeder so sieht.
Der grobe Entwurf des Projekts gefällt mir auch. Details werden ja sicherlich dann abgestimmt, wenn es soweit ist.044

Ich habe noch einige Anmerkungen dazu.
-Entweder sollte man ALLE Heiden ins Boot holen (Also z.B. auch Wicca), oder NUR germanische Heiden. Diese Selektion du darfst rein und du nicht finde ich kontraproduktiv. So wie bisher vorgeschlagen würden sich wieder nicht alle Heiden vertreten fühlen. Es geht hier schließlich um eine Vertretung in der Öffentlichkeit und nicht darum staatlich anerkannte Religion zu werden.

-Außerdem bin ich der Meinung, dass erstmal versucht werden sollte, möglichst viele Vereine von der Idee zu begeistern, bevor man wild dikutiert wie das ganze im Detail ablaufen soll. Schließlich haben auch die anderen Vereine Ideen, und man müsste immer wieder bei Null anfangen.

Gruß Xetolosch
Zitat:Entweder sollte man ALLE Heiden ins Boot holen (Also z.B. auch Wicca), oder NUR germanische Heiden. Diese Selektion du darfst rein und du nicht finde ich kontraproduktiv.

Es soll ja in dem DV darum gehen, daß die alten einheimischen Naturreligionen vertreten sind. Das sind nun mal in Deutschland die Germanen und Kelten. Es geht nicht um neue Strömungen wie z. B. Wicca, welches erst in den 30er Jahren des 20. Jhs. erschaffen wurde. Mit Heidentum sind die polytheistischen Religionen gemeint, die es hier vor der Missionierung durch die Kirche gab. Und da gehört eben Wicca nicht dazu.

Deswegen wäre ich dafür, einen Dachverband für germanische und keltische Naturreligionen in Deutschland zu gründen, ohne Wicca, Thelema und dergleichen. Die könnten ja ihrerseits einen DV für ihre Belange gründen.

Zitat:Außerdem bin ich der Meinung, dass erstmal versucht werden sollte, möglichst viele Vereine von der Idee zu begeistern, bevor man wild dikutiert wie das ganze im Detail ablaufen soll.

Dennoch bedarf es einiger grundsätzlicher Überlegungen, um den anderen Vereinen schon mal ein grobes Konzept vorschlagen zu können. Denn wenn noch gar nichts vorhanden ist, dann passiert doch wieder nichts. Es sollte doch schon etwas in Bewegung kommen. Vorschläge von allen Seiten sind jederzeit willkommen.
Ich gebe zu bedenken, dass man damit aber viele Heiden ausschließt. Nicht nur Wicca, sondern z.B. auch dir ganzen Pantheisten, die in der Natur selber ihren Gott sehen, oder die Armanen, die auch neuerer Natur sind usw.

Aber gut, wenn es das Ziel ist den alten hier vorherrschenden Naturreligionen ein Gehör zu verschaffen, hast du natürlich vollkommen Recht. Dann sollten natürlich die Kelten auch willkommen sein. Dann sollte man sich aber auch informieren, ob es einen Keltischen Verein (im religiößen Sinne) in Deutschland überhaupt gibt.

Klar, grundlegende Dinge müssen schon geklärt werden. Ich habe es auch nur als Einwand gemeint, dass man sich da nicht zu sehr im Detail verliert. Wie sieht es denn mit anderen Vereinen aus? Wurden diese schon angesprochen?
Hallo Xetolosch,

sollte man z. B. Wiccas dazunehmen? Grundsätzlich gerne, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen: Wirklich polytheistische Heiden zu sein und ein eingetragener Verein zu sein. Beides ist bei den meisten heutigen Wiccas höchst selten.

Wenn man auf die Voraussetzung des Polytheismus verzichtet, dann kommen wieder Eingottgläubige oder Dualisten hinzu. Die haben nun einmal eine andere Religion, als die polytheistischen Heiden. Das bedeutet, daß ganz unterschiedliche Religionen im DV sitzen würden, mit unterschiedlichen Glaubensvorstellungen, Belangen und Bedürfnissen. Der DV würde sich verzetteln und vielleicht inntere Streitereien bekommen. Außerdem gibt es für heidnisch-magisch-thelemitische Gruppen bereits den DV "Concilium GENA", und auch die "Pagan Federation Deutschlands" steht zur Verfügung. Viele Wiccas gehen nur von einer Göttin und einem Gott aus und beziehen sämtliche Götternamen auf diesen Gott und sämtliche Göttinnennamen auf diese eine Göttin. Das ist kein echter Polytheismus, sondern ein Dualismus.
Beim ADEN-Treffen vor 3 Jahren scheiterten Beschlüsse auch daran, daß da so völliv verschiedene Gruppen zusammensaßen.
Wir müssen hier auch an den Ruf des DV und der echten heidnischen Vereine achten, die durch die ganzen Occult- und Satanistengruppen nur diskreditiert werden würden.

Die 2. Aufnahmebedingung sollte der Vereinsstatus sein; wenn wir darauf verzichten, dann kann jeder Wicca-Coven mit 3 Leuten (solche Rest-Coven kenne ich einige) im DV Sitz und Stimme verlangen und wird mit Gruppen wie der GGG oder dem ER (ca. 200 Mitglieder) gleichgesetzt. Ich sage es mal verkürzt: Jeder Spinner kann sich einen klingenden Gruppennamen zulegen und sich so in den DV schwindeln.
Der Vereinsstatus bedeutet doch immerhin, daß er die gesetzlich vorgeschriebenen 7 Gründungsmitglieder haben muß und eine Satzung, die klar zeigt, was seine Ziele sind und ver dort verantwortlich ist. Der Name "Dach-Verband" setzt eben doch "Verbände" (Vereine, Körperschaften) voraus, die er unter seinem Dach zusammenbringt.

Es wäre gut, wenn andere heidnische Vereine gleich von Anfang an an der Erstellung des Konzeptes mitwirken würden, da stimme ich Dir zu. Deswegen diskutieren wir ja auch hier im öffentlichen Bereich, wo jeder mitlesen kann. Wer dann auch mitreden will, kann sich anmelden; es wird hier niemand gesperrt, weil er einer bestimmten Vereinigung angehört oder sich als mein Gegner sieht. Du siehst ja, daß sich z. B. Wodanserben entsprechend beteiligen, das können andere auch tun, wenn sie wollen. Wer die Regeln der Höflichkeit wahrt und sich nicht mit einem Götternamen anmeldet, der kann hier frei und unzensiert mitreden. Außerdem können Mitleser von andern Vereinen die Ideen aufgreifen und in ihren eigenen Foren parallel diskutieren.
Das Konzept, das wir hier erarbeiten, muß der DV natürlich in seiner ersten Sitzung noch formell annehmen (oder auch ändern und dann annehmen). Aber es ist ein Angebot, auch um mögliche Befürchtungen (daß die GGG oder ich andere Heiden bevormunden wollen usw.) zu entkräften. Man sieht, daß so etwas mit diesem Konzept nicht möglich ist, und wenn man doch irgendetwas findet, daß einem bedenklich erscheint, besteht ja hier die Möglichkeit, die Bedenken vorzutragen und wir diskutieren es und ändern das Konzept um.

Du siehst ja, daß das Konzept auch völlig unwahrscheinliche Befürchtungen (daß eine Gruppe, die dem DV doch skeptisch entgegensteht, alles durch Dauervetos behindert) berücksichtigt. Das bringt mich gleich auf eine neuen Einfall: Die Begrenzung der Vetos machen wir nicht, stattdessen einen Passus, daß eine Vereinigung, die gegen alles grundsätzlich ihr Veto einlegt, den DV verlassen muß. Darüber stimmen die andern Vereine ab und der Ausschluß sollte 2/3 Mehrheit haben.

Lichtgruß, Geza
Hallo an alle,

Grundsätzlich bin ich absolut der selben Meinung: nur polytheistische Heiden, kein Heidentum als Modeerscheinung, Vorraussetzung der eingetragene Verein und alle anderen können, so sie wollen, hier mitreden. Mitlesen tun sie definitiv, niemand braucht sie darauf aufmerksam zu machen.

Zitat:Die Begrenzung der Vetos machen wir nicht, stattdessen einen Passus, daß eine Vereinigung, die gegen alles grundsätzlich ihr Veto einlegt, den DV verlassen muß. Darüber stimmen die andern Vereine ab und der Ausschluß sollte 2/3 Mehrheit haben.

Geza, erkläre mir mal bitte den Unterschied hierzu:

Zitat:Deswegen würde ich da einfach an den gesunden Menschenverstand appelieren. Der DV soll das Heidentum ja vorran bringen. Ein Verein der nur Vetos nutzt, schon aus Prinzip, blockiert den Sinn des DV grob fahrlässig--> Ausschluß nach Abstimmung.

101010

Gruß, Ronny
Ich habe mir trotzdem mal erlaubt, den ER zu uns einzuladen. Mal sehen, ob da jemand Interesse hat.
Ich habe mal unser derzeitiges Konzept formuliert. Es ist nur ein Konzept, mehr nicht, alles ist änderbar.


Heidnischer Dachverband Deutschlands

1. Aufnahme

In den Dachverband kann jede germanische (ásatrú) oder celtische heidnische Vereinigung aufgenommen werden, sofern sie die folgenden Bedingungen eindeutig erfüllt:
1. Sie erkennt die germ. bzw. celt. Götter als eigenständige spirituelle Wesenheiten an,
2. Sie hat den Status eines eingetragenen Vereins oder einer Körperschaft des öffentlichen Rechts.
3. Sie wird in einem aktuellen Verfassungsschutzbericht nicht als politisch-extremistische Vereinigung geführt.
Eine Vereinigung, die dem DV beitreten will, erklärt durch Beschluß ihres Vorstandes den Beitritt. Eine Abstimmung des DV findet darüber nicht statt.
In dem Falle, daß Punkt 3 zutrifft, muß die Vereinigung ihre Position erläutern und der DV stimmt über die Aufnahme ab.

2. Thinge des DV
Der DV tritt einmal im Jahre, am 1. Sonntag im Juli, zusammen. Der Ort wird vom DV beschlossen, es sollte aber ein Thingplatz sein, der zentral liegt und für alle Vertreter leicht zu erreichen ist (z. . der Thingplatz von Oberdorla). Die Thinge des DV sind für alle Heiden offen, doch haben diese kein Rede- oder Stimmrecht. Rederecht kann ihnen aber im Einzelfall vom DV gewährt werden.

3. Vertreter
Jede Vereinigung entsendet 2 Mitglieder in die Lögretta, das Gremium des DV. Der DV hat keinen Einfluß darauf, welche Mitglieder das sind, dies ist den Vereinen selbst überlassen. Die Vertreter müssen ein Akkreditierungsschreiben des Vorstands ihrer Vereinigung vorlegen, auf welchem neben den Namen auch die Dauer der Einsetzung als Vertreter (z. B. "unbefristet", "4 Jahre" oder ähnlich, mindestens: 1 Jahr) steht. Außerdem muß dort stehen, daß sie die Befugnisse haben, im Namen und Auftrag ihres Vorstandes Beschlüsse fassen zu dürfen. Mögliche Ämter im DV können nur so lange ausgeübt werden, wie ein Vertreter von seinem Verein auch delegiert ist.

4. Stimmrecht
Somit hat jede Vereinigung, unabhängig von ihrer Mitgliederzahl, 2 Vertreter in der Lögretta und also insgesamt 2 Stimmen. Sollte eine Vereinigung nur einen Vertreter in die Lögretta schicken, führt er dennoch 2 Stimmen. Ist kein Vertreter der Vereinigung anwesend, wird ohne sie abgestimmt. Das Stimmrecht ruht, solange eine Vereinigung ihre DV-Beiträge noch nicht bezahlt hat.
Jeder Vereinigung steht das Vetorecht zu, sie kann also jeden Beschluß der Lögretta durch Veto verhindern. Das Veto müssen beide Vertreter der Vereinigung gemeinsam einlegen. Ist nur einer da, kann er das Veto allein einlegen. Wurde ein Veto eingelegt, dann darf diese Abstimmung so nicht noch einmal auf diesem Thing erfolgen, höchstens änliche Abstimmungen wären noch möglich.
Sollte eine Vereinigung ein Dauerveto einlegen, mit dem Ziel, den DV zu blockieren, d. h. sie verhindert jede Abstimmung mit ihrem Veto, dann ist eine effektive DV-Arbeit nicht möglich. In diesem Falle stimmt die Lögretta (ohne die Vertreter der betreffenden Vereinigung) über den Ausschluß der Vereinigung ab. Dieser braucht aber eine 2/3 Mehrheit, um wirksam zu werden.
Gäste (Heiden) haben kein Stimmrecht in der Lögretta. Der DV kann aber als Orientierungshilfe ein Meinungsbild der Gäste (Abstimmung unter denThing-Teilnehmern) machen, ohne daß diese Abstimmung die Lögretta irgendwie verpflichtet.

5. Zuständigkeit
Der DV ist alleine für die Vertretung des Heidentums in der Öffentlichkeit zuständig. Der DV hat keinerlei religiöse Befugnisse, er darf also auf religiöse Handlungen, Glaubensvorstellungen, auf den Inhalt der Religion usw. der einzelnen Vereine keinen Einfluß nehmen, vielmehr muß er die religiösen Vorgaben der einzelnen Vereine umsetzen, ohne sie zu kritisieren. Er ist zuständig für die Gesamtvertretung der Vereine in der Öffentlichkeit, für entsprechende Verhandlungen mit der Politik oder gesellschaftlichen Institutionen. Dazu verfaßt er Briefe, Petitionen oder führt Rechtsverfahren und Medienarbeit.
Der DV darf eigene Mitgliedsvereinigungen, deren Mitglieder oder deren Glaubensvorstellungen nicht öffentlich irgendwie kritisieren oder sich von ihnen distanzieren. Er muß hinter allen seinen Vereinen stehen. Umgekehrt dürfen die Vereine den DV nicht öffentlich kritisieren oder diskreditieren. Sollte berechtigte Kritk am DV bestehen, dann haben die Vertreter der Vereinigung diese in der Lögretta zu äußern, nirgends woanders. Dort kann dann darüber diskutiert werden und ggfls. darauf eingegangen oder die Kritik als unzutreffend abgewiesen werden. Die Vereine haben auch untereinander Burgfrieden zu halten, d. h. eine mögliche Abgrenzung untereinander muß ohne Vorwürfe, Beschuldigungen, Beleidigungen oder Polemik sachlich erfolgen.

6. Gelder
Der DV erhält von jeder Vereinigung einen Beitrag von 50 Euro im Jahr. Dieses Geld muß der DV ordentlich verwalten und darf es nur für die Ziele des DV verwenden. Über die Verwendung der Gelder entscheidet die Lögretta. Kein Mitglied des DV darf von diesem Geld etwas für sich nehmen. Derjenige in der Lögretta, der mit der Kassenführung beauftragt ist, hat jährlich Bericht über den Kassenbestand und die Verwendung der Gelder zu erstatten.
Sollte der DV einmal mehr Geld brauchen, kann er eine zusätzliche Umlage beschließen. Hier haben aber ie Vorstände der Vereine die letzte Entscheidung, d. h. ohne deren Zustimmung geht es nicht. Der DV kann nicht den Vereinen ohne deren Zustimmung Gelder abfordern.

7. Ämter
Der DV kann einzelne seiner Mitglieder Ämter übertragen, als da sind:
Kassenwart, Schriftführer, Tagungsleiter, Pressesprecher des DV.
(auch weiblich zu verstehen). Die Ämter bestehen bis zu einer Abwahl bzw. enden, wenn ein Vertreter nicht mehr von seiner Vereinigung delegiert ist oder der Amtsinhaber vom Amt zurücktritt.

8. Austritt, Ausschluß
Jede Vereinigung kann jederzeit ihren Austritt aus dem DV erklären (durch Beschluß ihres Vorstandes). Noch offnene Beitragsforderungen des DV bleiben aber davon unberührt.
Sollte sich herausstellen, daß eine Vereinigung des DV nicht (mehr) allen drei Kriterien entspricht, die die Aufnahmebedingung waren, dann kann die Lögretta nach Anhörung der Vereinigung über ihren weiteren Verbleib im DV abstimmen (ohne die Vertreter der Vereinigung). Für einen Ausschluß ist eine 2/3 Mehrheit erforderlich. Desgleichen kann ein Ausschluß erfolgen, wenn eine Vereinigung den DV öffentlich diskreditiert. Es wird dann ggfls. nach einem Schiedsverfahren über einen Ausschluß abgestimmt (2/3 Mehrheit erforderlich).

9. Schiedsgericht
Sollte es zu einem Streit zwischen Vereinen im DV kommen, der geeignet ist, den DV zu blockieren, kann auf Antrag einer Streitpartei ein Schiedsgericht eingesetzt werden. Beide Seiten einigen sich auf 3 Vertreter, die dann die Angelegenheit, nachdem beide Seiten ihre Position vorgetragen haben, schlichten. Ist eine Seite mit dem Schiedsspruch nicht inverstanden, kann sie die Beratung im DV verlangen, der dann endgültig und abschließend darüber entscheidet. Danach bliebe einer Vereinigung nur noch der Austritt aus dem DV. Der DV ist angehalten, seine Entscheidung so zu fällen, daß es dazu nicht kommen muß.

10. Übergangsbestimmungen
Die 1. Tagung des DV wird die konstituierende Sitzung sein, sie kann auf einen beliebigen Zeitpunkt festgelegt werden. Die 1. Tagungsleitung wird mithilfe der Runen ausgelost. Die 1. Tagung wird dieses Konzept diskutieren, vielleicht verändern und die Endfassung dann in Abstimmung annehmen.

(soweit der Entwurf).

Geza
Im ER-Forum wird das Thema nun auch diskutiert, und kommt sofort die Angst, mit Armanen und ANSE in einem Dachverband zu sein.

Da kann ich die ER'ler beruhigen: Weder die Armanen, noch die ANSE sind ein eingetragener Verein. Schon deswegen könnten sie nicht in den DV. Dann müßte man prüfen, ob sie im Verfassungsschutzbericht sind. Das wäre ein weiterer Grund, sie abzulehnen.
Der VfgH ist ein e. V. und steht (meines Wissens nach) nicht im Verfassungsschutzbericht. Der könnte also Mitglied werden. Deswegen muß ihn (oder unsere GGG) niemand lieben oder nur mögen: Die Unterschiede und Richtungen der Vereine bleiben doch bestehen. Nur wollen wir eben klare, nachprüfbare Kriterien was eine mögliche politische Ausrichtung eines Vereins betrifft. Von Einzelmitgliedern darf man dabei nicht ausgehen, denn sonst müßte man die Katholische Kirche wegen irgendeines katholischen Neonazis als "verfassungsfeindlich" einstufen. Man kann also nur die Ziele eines Vereins nehmen und die Tatsache, ob der Verfassungsschutz den Verein als rechtsextrem ansieht. Das ist ein eindeutiges und juristisch überprüfbares Kriterium. Alles andere ("ich will mit dem nicht, weil der mal das und das gesagt hat...") ist Willkür. Das soll es nicht geben. Eindeutige Kriterien führen dazu, daß eben keine Willkür oder Sympathien und Antipathien entscheiden.

Und der DV bingt Vereine zwar zusammen, aber "vereint" sie nicht in einer Monster-Organisation. Die Vereine bleiben weiterhin Verein, und vielleicht sogar Konkurrenten und Gegner. Aber sie erheben dennoch als Vereine, die alle ein ähnliches Thema zum Inhalt haben, gemeinsam ihre Stimme, um endlich etwas in der Gesellschaft zu erreichen.

Während andere Länder Ásatrú schon als Religion anerkannt und etabliert haben, ist in Deutschland immer noch nichts geschehen, trotz über 100jähriger neuheidnischer Geschichte. Wenn wir nicht endlich auch mal etwas zustandebekommen, dann verlieren wir den Anschluß. Man lacht in Dänemark oder Island schon hinter vorgehaltener Hand über die kleinkarierten Streitereien der deutschen Ásatrúar.

Lichtgruß, Geza
Der ER hat kein Interesse an einem heidnischen DV. Also dann ohne ihn.
Hallo an alle,

Zitat:Der ER hat kein Interesse an einem heidnischen DV. Also dann ohne ihn.

Das hat ja anders nicht ernsthaft jemand erwartet, oder? Lasst sie doch ihr Süppchen kochen, wir sollten uns nicht so an den "großen" Vereinen aufhängen, die sind doch eh abgehoben.

zu dem Konzept:

Zitat:Die Vereine haben auch untereinander Burgfrieden zu halten, d. h. eine mögliche Abgrenzung untereinander muß ohne Vorwürfe, Beschuldigungen, Beleidigungen oder Polemik sachlich erfolgen.

Noch einmal muß ich hier deutlich sagen: Der DV darf niemandem einen Maulkorb anlegen! Das der DV sich negativ äußert über seine Mitglieder, geht nicht. Das die Mitglieder sich negativ gegen den DV äußern, geht auch nicht. Aber was die Mitglieder untereinander machen geht den DV nichts an!

Dinge sind passiert und die sind nicht aus der Welt nur weil man einen DV gründet oder ihm beitritt. Auch wenn es jetzt so aussieht, nein es geht mir hier nicht nur um den Wodans Erben e.V., es geht um ALLE! Auch der GGG darf kein Maulkorb vom DV angelegt werden.

Wenn ich mir anschaue wie hier: http://www.ggg-world.net/forum/showthread.php?tid=134 über mich persönlich gesprochen wird, kommt auch mir alles hoch, aber ich würde niemals auf die Idee kommen den Zweck des DV dafür zu nutzen der GGG zu verbieten ihre Meinung zu mir "Religions-Klempner" zu sagen. Ich möchte hier dieses Thema ausdrücklich nicht aufgreifen und bitte darum das es unkommentiert bleibt hier in diesem Thema, es geht mir nur darum mit einem greifbaren Beispiel aufzuzeigen was ich bezüglich der Zuständigkeit des DV meine.

Warum ich dagegen bin ist einfach erklärt: Es gibt keine Instanz die fähig ist darüber zu entscheiden ob eine Äußerung nun ein Vorwurf, eine Beschuldigung, eine Beleidigung oder Polemik ist - oder ob es einfach der Tatsache entspricht. Dinge die eine Seite als Wahrheit versteht, versteht die andere Seite als Angriff und umgekehrt. Auch durch Abstimmung kann man so etwas nicht regeln. Ich weiß nicht wie das bei der GGG ist, geht mich auch nichts an, bei WE jedenfalls ist es so das alle offiziellen schriftlichen Äußerungen intern bei uns von allen Mitgliedern abgestimmt werden, beispielsweise die Verwendung von Schriften. Daraus folgt, wenn eine Schrift von uns - egal in welcher Form - in die Öffentlichkeit kommt, dann ist das die Meinung der Mehrzahl unserer Mitglieder - nicht die Meinung Einzelner - und ich sehe mich hier in diesem Thema in der Verantwortung aller Mitglieder der Gemeinschaft die mich vertrauensvoll demokratisch zu ihrem Vorsitzenden gewählt hat, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung zu wahren.

Nochmal: Wir sehen den Sinn des DV in der Öffentlichkeitsarbeit. ALLES andere was auf die private Ebene gehört können nur diejenigen regeln die es privat betrifft.

Zitat:Der DV kann einzelne seiner Mitglieder Ämter übertragen, als da sind:
Kassenwart, Schriftführer, Tagungsleiter, Pressesprecher des DV.

Dies ist ein Beispiel dafür was formal geändert werden muß am Konzept. Hin und wieder taucht das Wort "Mitglieder" im Bezug auf einzelne Personen auf wo es nicht angebracht ist. "Mitglieder" des DV sind nach Definition nicht einelne Menschen, sondern Körperschaften. Deswegen muß es in diesem Fall beispieslweise so heißen: "Der DV kann einzelnen Vertretern seiner Mitglieder Ämter....."

Gruß, Ronny

P.S.: Was mir noch aufgefallen ist: Die Sache mit dem Ämtern ist in jedem Fall kritisch zu betrachten aus einem Grund: Es werden ja nicht alle Vereine immer nur die selben Vertreter beauftragen. Die Möglichkeit ein Amt zu übernehmen bliebe also nur als "Privileg" den Vertretern des Vereins offen, welcher seine Vetreter unbefristet beauftragt. Das geht so nicht.
Ich habe den VFGH mal informiert. Mal sehen, ob da eine Antwort kommt.044
Das mit dem Eldar Ring ist schade, verpassen sie so die Chance sich an Entscheidungen des DV zu beteiligen. Naja sie lesen dieses Thema hier eh noch mit. Evt überlegen sie es sich...Ich würde jetzt aber nicht schlecht über andere Vereine reden. Jeder hat natürlich seine Meinung, aber nur weil jemand dem DV kritisch gegenübersteht, muss man nicht abfällig über ihn reden.

Achja hier wurde mal irgendwo eine neutrale Stätte erwähnt, wo man diskutieren kann. Ich könnte den Admin einer spanischen Asatru Seite fragen, ob sie uns einen Deutschsprachigen Bereich in dem Forum zur Verfügung stellt, zwecks Diskussion zu dem Thema. Natürlich nur, falls notwendig.
Hallo Ronny,

ja, bin Deiner Meinung. Machen wir es so, wie Du vorgeschlagen hast.

Die Ämter sollten nicht an Außenstehende gehen (obwohl das auch möglich wäre - große Dachverbände haben dafür eigene Sekretärinnen). Aber jemand kann auch für 1 Jahr ein guter Schriftführer sein und danach das Amt an einen andern geben, warum nicht? Dann machen wir es so, daß jemand, der 1 Jahr seinen Verein vertritt, sein mögliches Amt auf der nächsten Sitzung des DV übergibt (er wäre dann also für diese Sitzung noch als Teilnehmer zugelassen, hat aber nur Stimmrecht, wenn sein Verein keinen andern an seiner Stelle entsendet hat).

Ich habe gestern mit einem Vorstandsmitglied der HG gesprochen und er steht dem DV insgesamt positiv gegenüber und will das in der HG diskutieren. Ich bin also guter Hoffung, daß auch die HG dazukommen wird. Ein Zeitdruck besteht ja nicht, der DV muß nicht 2010 stehen, das kann auch noch warten. Ich habe ihm auch die Forums-URL genannt, vielleicht diskutiert er hier auch selbst mit. Bedenken kamen eher wegen des personellen Aufwandes (zwei Mitglieder, die zu Treffen anreisen müßten um "weltliche" Dinge zu beraten, wo sie doch primär ein religiöses Interesse haben). Ich habe ihm gesagt, daß der DV seinen Tagungsort nach seiner Zusammensetzung wählen wird, also wenn nur die Berliner Vereine dabei sind, wird der DV in Berlin tagen, erst wenn aus ganz Deutschland Gruppen dabei sind, wird der DV an einen zentralen Ort (mein Vorschlag: Oberdorla) gehen. Und daß eine Vereinigung auch nur 1 Vertreter entsenden kann, der dann beide Stimmen hat. Dann ist der Aufwand nicht so groß.

Man hatte mir seinerzeit vorgeworfen, ich würde mich zum Vertreter aller Heiden machen, ohne diese gefragt zu haben. Das stimmte zwar gar nicht, aber egal. Jetzt geht es um einen DV und keiner soll behaupten können, er sei nicht informiert und um seine Beteiligung gebeten worden. Und wenn der DV dann seine Arbeit beginnt, in den Medien als der heidnische DV erscheint und als Vertreter aller germ/celt. Heiden dargestellt wir, dann soll sich keiner beschweren, daß er nun nicht dabei ist. Der DV kann nichts dafür, wenn Leute die ihnen gebotenen Chancen nicht wahrnehmen und sich so selbst ins Abseits manövrieren.

Die Statuten des DV, die wir hier diskutieren, sind ein Entwurf. Es ist möglich, daß die Vertreter der Vereine bei der Gründung des DV noch Änderungswünsche haben und diese dort Mehrheiten finden. Sollte z. B. doch eine Mehrheit für eine Aufnahme neuer Vereine nach Abstimmung sein, bedeutete das, daß Gruppen, die nicht gleicht am Anfang dabei sind, nun nicht mehr so leicht in den DV kommen könnten. Die Türe, die jetzt noch weit geöffnet ist, wäre dann vielleicht geschlossen. Das sollten sich die Vereine, die jetzt noch skeptisch sind, auch überlegen.

Vielleicht noch etwas dazu, warum das ganze Thema jetzt auf den Tisch gebracht wurde. Das liegt einfach daran, daß in diesem Jahr so viele Leiter von den älteren heidnischen Gruppen gestorben sind. Auch wenn man mit ihnen oft nicht einer Meinung war (insbesondere in politischer Hinsicht), prägten sie doch das Neuheidentum und gaben dem Heidentum Gesicht, Persönlichkeit und Stimme. Das fehlt nun und niemand ist da, um diese Menschen zu ersetzen. Heidentum braucht wieder ein Gesicht, soll wieder seine Stimme erheben und in der Gesellschaft präsent sein. Ein DV könnte das schaffen.

Nachtrag: Hallo Xetolosch, es ist möglich, daß bei diesem Forum eine Frau mitmacht, die im GGG-Ring Mitglied ist. Ja ja, die GGG ist überall - weltweit.
Was den ER betrifft: Er hat sich dazu noch nicht geäußert - das Forum ist ja nicht mit dem ER oder dessen Vorstand identisch.

Lichtgruß, Geza
Den YK werde ich informieren. Trotz des Streites in der Vergangenheit kann man mit Volkert Volkmann immer reden. Auch da bin ich zuversichtlich, daß die mitmachen werden. Vernunftsgründen widersetzen sich intelligente Menschen meist nicht.

Geza
Was ist denn mit dem Rabenclan? Der ist ja auch ein Verein. Ist es da auch erwünscht zu fragen?
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