Forum für germanisches Altheidentum

Normale Version: Neuer heidnischer Dachverband
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Heute habe ich erfahren, daß die HG sich nicht an dem Dachverband beteiligen will. Schade.
Die Begründung war, daß man nichts mit Begriffen wie "germanisch" zu tun haben will. Man stellt sich ja nicht hin, und sagt: "Hau drauf".
Diese Begründung zeigt nur, wie dringend wir einen DV brauchen, wenn es in Germanien nicht mehr möglich ist, sich auf die Germanen, die eigenen Vorfahren, zu berufen.

Lg., Geza
(11-02-2010 02:43 PM)Geza schrieb: [ -> ]Die Begründung war, daß man nichts mit Begriffen wie "germanisch" zu tun haben will.
Peinlich solch ein Verhalten! Am besten die weigern sich auch noch Runen zu benutzen, weil ja der Schicklgruber...Blahblahblah.... Kein Wunder wenn das Heidentum immer noch rumdümpelt. Was dem Heidentum hierzulande immer noch am meisten im Weg steht, sind die heidnischen Organisationen selbst.
Quark schrieb:Was dem Heidentum hierzulande immer noch am meisten im Weg steht, sind die heidnischen Organisationen selbst.

Und die panische Angst die alle Deutschen überkommt man könne in die rechte Ecke gedrückt werden. Klar kann man diesen Vorwurf ausräumen, aber man liebt es doch mehr gar nicht auch nur in die Nähe zu kommen. So zumindest meine bescheidene Meinung.
Wenn man sich nun auch schon vor dem Wort "germanisch" fürchtet, dann gute Nacht. Wir können uns nicht alles wegnehmen lassen. Heute wird ja zuweilen schon öfters behauptet, Germanen gäbe es nicht und habe es nie gegeben.
Wenn wir uns nicht für den Erhalt unserer Begriffe, Kultur, Sprache usw. einsetzen, bleibt bald gar nichts mehr übrig. Man muß sich für sein Recht auch einsetzen, sonst hat man bald gar keins mehr.

Also lassen wir uns den Begriff "Germanen" nicht vermiesen!
Wir haben gegewärtig einen Mittelalter-Trend, fast jedes Kaff ziert sich mit einem Markt. Wir haben in diesem Fahrwasser genügend Mittelalter Bands, die auch heidnische Themen transportieren und äußerst erfolgreich sind. Es dürfte hierzulande keinen Gothic- oder Metalclub geben, in dem man nicht mindestens einen Thorshammer sehen wird. Jeder Esoterikladen hat einen kleinen Berg Runenbücher im Angebot. Die Internetseiten die irgendein heidnisches Thema tragen, sind unüberschaubar. Den heidnischen Gemeinschaften werden die potentiellen Mitglieder geradezu auf dem Silbertablet serviert, aber was wird gemacht? Man zetert und jammert über die "zwölf bösen Jahre" und wird das ungenutzte Potential erkannt? Nein, es wird sich darüber beklagt, daß hier das Heidentum ausverkauft wird und keiner sich ernsthaft mit der Religion beschäftigt. Warum beschäftigt sich keiner tiefer mit der Religion? Weil sich die Gemeinschaften lieber mit Grabenkriegen beschäftigen, anstatt den Leuten zu zeigen wie es richtig geht. Runen sind mittlerweile weitestgehend rehabilitiert, gleiches wäre auch mit dem Begriff "Germanen" möglich, wenn man denn endlich den Finger aus der Nase bekäme und etwas auf die Beine stellt. Aber beschweren ist immer so viel einfacher!

Geza hat hier einen mutigen Schritt nach vorne gewagt. Wenn sich die anderen heidnischen Organisationen auch weiterhin über mangelnden gesellschaftlichen Einfluß beschweren wollen, so sollten sie dies vor einem Spiegel tun!
Ich lasse mir auch nicht das Wort Germanen vermiesen.
Und ich weiss das Ostern und Heilig Abend in grundegenommen heidnische feste sind.
Und da sieht man auch wie die Christenschafe sich zur Schau getragene Oberflächlichkeit zeigen, so wie wenig Selbstbewußtsein zur Schau stellen.
Ich lasse mir das Wort Germane von Niemanden vermiesen!

Heidnische Grüsse Tom Bombadil
Daß man auch den Namen "Germane" verwenden kann, und trotzdem kein Rechter sein muß, zeigt gut diese Darstellung u. a. über die GGG (zu S. 12 scrollen):

http://209.85.129.132/search?q=cache:p8h...clnk&gl=de

Und daß für einen Dachverband wirklich genug zu tun wäre, zeigt ein Blick auf die allein von mir betriebenen Projekte und Prozesse (die Liste auf der Unterseite "Projekte und Medien" haben wir mal etwas vervollständigt):

http://www.allsherjargode.de

Lichtgruß, Geza
Der Hintergrund ist der: In den 80er Jahren machte eine Kiezinitiative (in der PDS-Leute und auch Kirchenleute waren) massiv Propaganda gegen Mitglieder der HG in Berlin-Prenzlauer Berg. Flugblätter wurden verteilt und ausgehängt mit der Überschrift "Obskure Mondfeiern im Prenzlauer Berg", es wurden auch Namen genannt und ein Mitglied (Heilpraktiker) besonders angegriffen, so daß der sicher Kunden verlor.
Es führte damals zu seinem Austritt, doch inzwischen ist er wieder eingetreten und scheint jetzt für die "neue Linie" verantwortlich zu sein. Da Mitglieder der HG auch gegen viel Geld schamanische Kurse und Trommelworkshops anbieten, also kommerziell tätig sind, kommt es ihnen natürlich auf einen guten Ruf an. Aber hier scheint mir das Kind ein wenig mit dem Bade ausgeschüttet worden zu sein. Eine Gemeinschaft, die laut Satzung das "germanisch-wendisch-keltische" Heidentum praktiziert, kann sich nicht vom Begriff "Germanen" trennen. Das wäre doch eine beträchtliche inhaltliche Kehrtwende. Sie müßte eher dafür eintreten, daß der Begriff in der Gesellschaft nicht so negativ besetzt ist. Hier hatte sich übrigens in den letzten 25 Jahren auch durch unser Wirken schon einiges verbessert, so daß ich mich wundere, daß man sich heute noch davon distanziert. Da hat jemand vielleicht auch noch die Entwicklung etwas verschlafen. Die Aktion wäre vor 15 Jahren vielleicht noch sinnvoll gewesen, heute ist der Begriff gar nicht mehr so negativ besetzt, wie damals. Auch kommerzielle Firmen ("Germania"-Versicherung usw.) haben damit keine Probleme.
Der ursprüngliche Idealismus der HG, nämlich für etwas einzutreten auch gegen Widerstände, ist einem kommerziell motivierten Opportunismus gewichen: Möglichst nicht negativ aufzufallen und ungestört seine Geschäfte machen zu können. Nun ist "Geldverdienen" nichts Schlechtes, jeder muß ja leben und sehen, wo er bleibt. Aber auf dem Altar des Mammon seine Ideale zu opfern, das geht doch etwas zu weit. Man fragt sich: Welche Ideale werden denn dort noch vertreten, die heidnischen Werte der Götter, oder denkt man doch nur an den eigenen Geldbeutel und räumt alle Hindernisse weg, die sein Füllen verhindern könnten?

Es ist ja richtig und wird ja auch von uns in der GGG so gehandhabt, daß Politik und vor allem Rechts- oder Linksextremismus nicht mit dem Heidentum irgendwie verbunden werden dürfen. Das haben wir in der Satzung und auch die HG. Es ist damals auf meinen Druck hin in die HG-Satzung gekommen, gegen Widerstände. Trotz dieser eindeutigen Aussagen in den Satzungen aber wurden die HG und auch schon die GGG in der Darstellung der Medien in eine rechte Ecke gerückt. Man kann sich also noch so oft und deutlich distanzieren, wenn einem jemand Böses will, dann bezeichnet er die Gemeinschaft dennoch als rechtsextrem. Das muß man sich klarmachen, und auch der neue Kurs der HG wird daran nichts ändern. Ändern könnte hier nur eine Solidarität der heidnischen Gemeinschaften etwas, ein Dachverband, Rechtsschutz usw. Die Haltung "Wir wollen mit euch nichts zu tun haben" hingegen wirkt eher wie ein Angriff: Wenn die mit uns nichts zu tun haben wollen, dann sind wir als "rechtsaußen" da. Diese Haltung bestätigt also eher die Gegner des Heidentums, führt zu weiterer Zersplitterung und weiteren Grabenkämpfen in den eigenen Reihen.
Abgesehen davon, daß damit nun der Godenrat auch leidet, denn immer noch haben der Gode der HG und der Vorstand der HG einen Sitz im Godenrat - wenn sie aber nun mit Leuten, die sich "germanisch" nennen, nichts zu tun haben wollen, ist das auch eine Aufkündigung des Godenrates, der ja einst von HG und GGG gewollt und getragen wurde. Wenn aber die Goden sich gegenseitig nicht mehr anerkennen, dann kann die HG auch nicht mehr zu den Altheidnischen Vereinen gezählt werden.
Intern kam auch noch zur Sprache, daß man in der HG heute eher schamanisch arbeite und weniger die Religion selbst praktiziere und daß man für den DV nicht genügend Leute habe.
Ich respektiere natürlich die Entscheidung der HG, wenn ich sie auch nicht richtig finde. Ich sehe hier nur wiederum eine verpaßte Möglichkeit mehr, um endlich etwas für das Heidentum zu erreichen. Und das ist Schade.

Lichtgruß, Geza
Hallo an alle,

Ich bin neu hier im Forum und habe mich gestern in der Vorhalle vorgestellt.

Auf dieses Forum kam ich,weil mich eine Frage beschäftigt,die ich mir schon seit einiger Zeit gestellt habe.Diese frage habe ich auch gleich in der Vorhalle gestellt und wurde prompt hierher geleitet,da dieses Thema wohl schon aktuell ist.

Meine Frage: Warum sind in Deutschland alle Asatru-Gemeinschaften "nur" als gemeinnützige Vereine(e.V.)gemeldet und nicht,wie zum Beispiel in Island,als offizielle Religion zugelassen?
Oder heißen die Zeugen Jehovas oder die Katoliken,Islam und Juden auch e.V.?
Ich habe sicher nix gegen andere Religionen (meine Frau ist katolisch) aber ich glaube,daß der Asenglaube in der heutigen Zeit als Religion auch in Deutschland seinen ihm gebührenden Platz in den Religionsgemeinschaften haben sollte.
Verein und Religion sind in meinen Augen zwei Paar Schuhe.Ich kann aus einer Religion heraus auch Vereine gründen aber eine ganze Religion zum Verein "abstempeln" finde ich unpassend!111111

Nun war ich auch bei anderen "Vereinen",bin aber dann bei euch gelandet,um endlich mal meine Frage an den Mann(oder an die Frau)zu bringen.

Eure Diskusion um einen DV finde ich völlig okay aber wieder nur auf Vereinsebene,wie sich hier jemand ausgedrückt hat.

Nun mal meine Meinung: Ist es nicht erst einmal notwendig,in Deutschland als Religion offiziell anerkannt zu werden?
Religionen sind Länder-und Nationalitätenübergreifend!habt Ihr daran schon mal gedacht?
Warum diskutiert Ihr hier über einen DEUTSCEN DV.?Warum sollte man sich nicht mit denen in Verbindung setzten,die schon als RELIGION anerkannt sind?11

Deuschland ist in dieser Frage in der Öffentlichkeit verdammt konservativ!
Hinzu kommt,daß es Kreise gibt,die solchen Randgruppen immer wieder die deutsche Geschichte vor Augen halten,in der Germanische Rituale und Mythen für Völkermord und Krieg mißbraucht wurden.17

Also ich gebe dem recht,der da sagt,die Asatru Deuschlands müssen(ohne ihre eigene Identität aufzugeben) geeint werden,um erst mal als RELIGION anerkannt zu werden.Dabei wäre es nicht falsch,die zu Rate zu ziehen,die es bereits erreicht haben(Island seit nunmehr 1972!)
Sich dabei mit Gruppen Keltischen Glaubens zusammen zu tun um dieses Ziel zu erreichen,halte ich für in sofern gut,da es um dieses oder ähnliche Ziele geht,die auch in deren Interesse sein sollten.
Mehr nicht.
Denn auch das sind eigendlich zwei verschiedene Religionen,wenn auch einige Verwandschaften aufweisen.Beide werden aber in der Öffendlichkeit nicht als Religion anerkannt.

Das mußte ich nun mal loswerden und eure Diskusion bot sich gerade super dazu an. damit einen schönen Abend noch DONCAR044044
Hallo Doncar
Das ist ja das größte Problem das wir als Religion nicht anerkannt sind, und um das zu erreichen brauchen wir eben diesen Dachverband.
Hg. Thorulf
(15-02-2010 01:00 AM)thorulf schrieb: [ -> ]Hallo Doncar
Das ist ja das größte Problem das wir als Religion nicht anerkannt sind, und um das zu erreichen brauchen wir eben diesen Dachverband.
Hg. Thorulf


Hei Thorulf, das mag ja auch keiner bestreiten,diese Notwendigkeit. Aber wie ich schon erwähnte,haben in der Diskusion Leute von "auf Vereinsbasis" gesprochen, Med venligst Hilsen DONCAR
Hallo Doncar,

diese Vereinsbasis wurde allgemein bevorzugt. Es gab Vorschläge und bemühungen diesen entstehenden DV ohne Vereinsanhängsel zu begründen. Dies ist allerdings auf so starken Wiederstand gestoßen das davon abgelassen wurde.

Grüße,
Adalbert
(15-02-2010 02:26 AM)Adalbert schrieb: [ -> ]Hallo Doncar,

diese Vereinsbasis wurde allgemein bevorzugt. Es gab Vorschläge und bemühungen diesen entstehenden DV ohne Vereinsanhängsel zu begründen. Dies ist allerdings auf so starken Wiederstand gestoßen das davon abgelassen wurde.

Grüße,
Adalbert

Hei Adalbert,
ich habe da etwas gelesen,e.V.kann nicht durch lauter e.V. gegründet werden,was ja auch nachvollziebar ist.denn der DV soll ja durch Vereine gegründet werden.
Med venligst Hilsen DONCAR
hei, ich sags mal so,diese Uneinigkeit,wie ich sie in der vorliegenden Diskusion zu lesen bekommen habe,kann zu nix führen.Der eine will DV e.V.,der Andere will es nicht und so weiter und so weiter.....Das führt zu nix.
Das der DV erstmal gebraucht wird um für eine anerkannte Religion zu kämpfen,sehe ich ein(danke Thorulf044)und wenn die Vereine jeder für sich alleine kämpft,fuhrt auch zu nix.Da hilft nur Kommunikation und auf einander zugehen!Aber in der Diskusion das ungeborene Kind schon tot reden kann's auch nicht sein.Denn anfangs der Diskusion hat gleich jemand gemeint,da meldet sich eh keiner(zur Dikusion). und momentan sieht Eure Diskusion so aus,als ob sie gerade im Sande verlaufen will. Denn ich Vermisse den anfänglichen Entusiasmus.Kann das sein,oder täusche ich mich?Med venligst Hilsen DONCAR
Hallo,
zur Zeit ist alles gesagt. Die verschiedenen Vereine, die angesprochen wurden sollen jetzt erst einmal unter sich das Thema beackern - meist auf dem Mittsommerthing. Danach, wenn man Ja oder Nein zu weiteren Gesprächen sagt, wird es irgendwo im Internet dafür eine Anlaufstelle geben.

Es ist halt zu hoffen, daß das Defizit des Nichtvorhandenseins eines heidnisches Sprachrohr in der Öffentlichkeit nicht länger so bleibt.
Gruß
Erwin
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